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Stadtrat stimmt einhellig für Zusammenschluss zur Gründung der Bayerischen Mittelschule

Einhellig hat sich der Stadtrat in seiner Sitzung für die Gründung des Schulverbundes zur Bayerischen Mittelschule ausgesprochen. Dennoch blieben einige Fragen unbeantwortet. Vor allem hinsichtlich der Finanzierung.

Die Regierung von Unterfranken hatte die ursprünglich geplanten Verbindungen zwischen Münnerstadt und Nüdlingen sowie Maßbach und Stadtlauringen wegen der relativ geringen Schülerzahl als wenig zukunftsfähig erachtet. Der Zusammenschluss zwischen Maßbach, Nüdlingen und Maßbach zählt zum gegenwärtigen Zeitpunkt 460 Schüler, wie Münnerstadts Hauptschulrektor Wigbert Strzoda erläuterte. Strzoda hält die sanierte Freiherr-von Lutz-Volksschule auch vom Raumbedarf her für die Herausforderungen der Bayerischen Mittelschule bestens geeignet. Vor allem weil Ganztagsschule und M-Klassen schon jetzt existieren und die M-Kurse, die auf die mittlere Reife hinführen sollen, leicht eingerichtet werden könnten.

Kooperationsvertrag

Von pädagogischer Seite her bestand wenig Klärungsbedarf, wohl aber in finanzieller Hinsicht. Der von einer längeren Krankheit wieder genesene Peter Will (SPD) wollte ein ums andere mal wissen, welche finanziellen Auswirkungen der Schulverbund in Bezug auf Fahrt- und Personalkosten oder Ausstattung für Münnerstadt haben werde. Das sei alles eine Frage des Kooperationsvertrages, der aber erst ausgehandelt werden müsse, bedeutete Bürgermeister Helmut Blank dem Gremium. Dazu warte man noch auf einen Mustervertrag der Regierung von Unterfranken. Nur hinsichtlich der Schülertransporte hätten sich die Bürgermeister der drei Schulstandorte bereits im Vorfeld dahin gehend geeinigt, dass jede Gemeinde die anfallenden Kosten für die eigenen Schüler selbst trage. Schließlich müsse Münnerstadt ja auch für den Bauunterhalt der Schule aufkommen. Gastschulbeiträge gebe es aber nicht mehr, betonte Blank. Jetzt gehe es aber erst einmal nur um die Gründung des Verbundes.

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Schulübergreifende Veranstaltung der GbF

(mkü) Praxiserfahrung in einem Berufsfeld zu sammeln, das war das Ziel einer Veranstaltung, an der die 7. Klassen aus drei Hauptschulen des Landkreises in den Räumen der Gesellschaft zu beruflichen Förderung (GbF) Schweinfurt im Rahmen des Projektes Berufsstart PLUS teilnahmen. Am vergangenen Samstag konnten die Schülerinnen und Schüler der Freiherr von Lutz Hauptschule Münnerstadt, der Hauptschule Brückenau und der Montessori-Volksschule Sandberg in insgesamt sieben Berufsfeldern ausprobieren, welche Anforderungen der Beruf stellt und inwieweit diese mit den eigenen Vorstellungen übereinstimmen.

Bildungsbegleiterin Jurgita Aleskeviciute von der GbF begrüßte die Schüler und teilte sie den entsprechenden Berufsfeldern zu, die vorher im Unterricht bei Birgit Seufert (ebenfalls von der GbF) besprochen worden waren. Jeweils einen Bereich konnten sich die Schüler für diesen Samstag aussuchen. In den Sparten Metall, Holz, Verkauf, Bau, Maler, Hauswirtschaft und Friseur arbeiteten die Mädchen und Jungen unter Anleitung und Beobachtung von Ausbildern und Sozialpädagogen selbstständig an einer Aufgabe, die sie im Laufe des Vormittags zu bewältigen hatten.

Im Bereich Metall galt es, einen Schlüsselanhänger zu bauen, ein Modell zu demontieren und anschließend wieder zusammenzusetzen sowie eine Drahtbiegearbeit herzustellen. In der Fachrichtung Holz musste man eine Schlüsselbrett fertigen sowie ein Regal nach Vorgaben aufbauen. Die Maler beschäftigten sich mit einem Farbstrahl und übten sich in der Technik des Schablonierens. Im Bereich Hauswirtschaft galt es, Frühstücksbrötchen und einen Obstsalat zuzubereiten und die Grundreinigung von Edelstahlgeschirr auszuführen. Die Schüler im Bereich Friseur mussten an Übungsköpfen Scheitel ziehen, Föhnen und Volumenwickler setzen. Im Bereich Verkauf ging es um das Führen eines Kassenbuches, und eines Verkaufsgesprächs sowie die Dekoration eines Sondertisches und das Verpacken von Geschenken. Der Bereich Bau war nach Schweinfurt ausgelagert, weil dort in der Bauinnung entsprechende Räumlichkeiten zu Verfügung stehen. Hier mussten die Jungen in Partnerarbeit eine Mauer errichten und ein Stück Boden pflastern.

Nach fünf Stunden Arbeit, bei der die Schüler mit den Berufsfeldern und den Anforderungen konfrontiert waren, endete der erste Praxistag, bei dem die Schüler natürlich auch sich selbst bei der praktischen Arbeit erkennen sollten. Ein ausführlicher Ergebnisbericht für jeden Schüler rundet diesen ersten Teil der Maßnahme „Berufsstart PLUS“ ab.

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